28.09.2008

Kunstkreis besucht Museum Küppersmühle in Duisburg
Am Sonntag
fanden sich 13 Kunstinteressierte am Treffpunkt Warendorfer Bahnhof ein,
um bei schönstem Wetter gemeinsam einen Ausflug zum Museum Küppersmühle
(MKM) nach Duisburg zu machen und gleichzeitig den über 10 Jahre
umgestalteten und nun als Kulturmeile genutzten Duisburger Innenhafen zu
besuchen. Die geführte Museumsfahrt fand auf Initiative des Kunstkreises
Warendorf statt.
Da man sich
entschlossen hatte, nur Verkehrsmittel des Regionalverkehrs zu nutzen,
dauerte die Fahrt etwas länger, war aber sehr kommunikativ. Selbst die
Busfahrt vom Duisburger Hauptbahnhof zur Hansegracht am Innenhafen
konnten die Teilnehmer bei
guter Stimmung als „Stadtrundfahrt“ genießen.
Nach einem
kleinen Spaziergang über die neue Hafenpromenade an den historischen
Speichergebäuden vorbei gelangte die Gruppe zu dem architektonisch
besonders herausragenden Speichergebäude der alten Küppersmühle, das von
den Schweizer Architekten Herzog und de Meuron 1998 in idealer Weise für
die Zwecke eines modernen Kunstmuseums überplant und umgebaut worden
ist.
Seit 1999 beherbergt es die Sammlung Grothe, die
2005 in die Sammlung Ströher übergegangen ist. In 15 eindrucksvollen
Räumen mit rund 2500 m² Ausstellungsfläche präsentiert das MKM
Schlüsselwerke dieser Sammlungen. Die Werke bieten Einblick in das
Schaffen der einflussreichsten deutschen Künstlerinnen und Künstler seit
den 50er Jahren mit dem Schwerpunkt der Malerei.
Dass diese
Aussage nicht übertrieben ist, davon konnten sich die Teilnehmer der
Exkursion anlässlich der Führung durch einen gut informierten und auf
alle Fragen gern antwortenden Kunsthistoriker überzeugen. Auch auf die
Geschichte des Innenhafens, die Architektur des großartigen alten
Gebäudes der Küppersmühle und die Entstehung und Verwirklichung der Idee
einer Nutzung des Innenhafens als stadtnahes Wohn-, Arbeits- und
Erholungsgebiet bei Wahrung der besonderen Identität des Ortes ging der
junge Kulturhistoriker ausführlich ein.
Danach war noch Zeit für eigene Erkundungen im
Museum bzw. am Kai und für eine Stärkung auf der gut besuchten Terrasse
des Restaurants bei Sonnenschein und schönem Ausblick, bevor es mit Bus
und Bahn zurück nach Warendorf ging.
Während der Fahrt gab es dann genügend
Gesprächsstoff, nicht nur über Kunst…
Dr. Elmar Niehoff