Vor
der Sammlung von Max Ernst – Plakaten versammelten sich die Mitglieder
des Kunstkreises Warendorf zum abschließenden Gruppenfoto
Zweiundzwanzig Kunstfreunde aus Warendorf machten sich am 3.Adventssonntag auf den Weg nach Münster, um die Ausstellung „Max Ernst lässt grüßen - Peter Schamoni begegnet Max Ernst“ im LWL-Museum zu besuchen. Diesmal hatte Henrike Dufhues für den Kunstkreis Warendorf die Organisation der Museumsfahrt übernommen. Die Führung durch die Ausstellung beschränkte sich auf wenige beispielhafte Exponate, aber es blieb den Teilnehmern anschließend genügend Zeit, alle Bilder und Skulpturen ausgiebig zu betrachten.
Max Ernst zählt zur Gruppe der Surrealisten. Seine Bilder sind aber
nicht immer so bedrohlich und alptraumhaft wie die seiner Kollegen.
Ernst hatte offensichtlich Humor und selbst seine Monster haben noch
etwas Liebenswürdiges. Auffallend ist seine außerordentliche Kreativität
und Experimentierfreudigkeit. So übertrug er die Struktur von Holz und
Pflanzenteilen durch Reiben mit einem Stift auf Papier und benutzte die
Ergebnisse dann als Ausgangspunkt für Zeichnungen. Für die Mappe
„Maximiliana“ entwickelte er eine den Hieroglyphen ähnliche
Bilderschrift, und er erfand das „Dripping“ (Farb-Tröpfeln), welches
später Jackson Pollock zur Meisterschaft brachte.
Ergänzt wird die Ausstellung von Ausschnitten der preisgekrönten
Filmbiografie seines langjährigen Freundes, des ehemaligen Münsteraners
Peter Schamoni.