Besuch der "Skulptur Projekte Münster"

01. Juli 2007

 

Kunstkreis Warendorf: Besuch der Skulptur-Projekte in Münster

Begeistert bis skeptisch

Kunstkreis Warendorf besucht die "Skulptur Projekte Münster"

Zwei Stunden sind einfach zu wenig Zeit für einen Besuch der "Skulptur Projekte Münster". Diese Erfahrung machten die Mitglieder des Kunstkreises Warendorf, die am vergangenen Sonntag mit dem Fahrrad auf Besichtigungstour gingen. Die Resonanz auf die angebotene Führung durch diese internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum war so groß, dass zwei Gruppen gebildet werden mussten. Sehr unterschiedlich reagierten die einzelnen Mitglieder auf die verschiedenen Projekte, von begeistert (Audio -Installation von Susan Philipsz unter der Torminbrücke) über angetan („Memory garden" von Dominique Gonzalez-Foerster am Kanonengraben) bis skeptisch ("Gülle-Brunnen" von Tue Greenfort am Aasee). Der Wandel der Ausstellung, die alle zehn Jahre stattfindet, in diesem Sommer bereits zum vierten Mal, von der Präsentation realer Skulpturen hin zu Projekten, die Botschaften oder Ideen transportieren wollen, wurde nicht von allen Warendorfern nur positiv gesehen.

 

Besondere Aufmerksamkeit fand die Inszenierung eines „sensationellen Ausgrabungsfundes": ein Schiefer gedeckter 4,30 Meter hoher Kirchturm, den der Niederländer Guillaume Bijl auf den Aaseewiesen am Mühlenhof vergraben hat. Dagegen bereitete es etwas Mühe, die 0,6 Millimeter dünne Angelschnur zu entdecken, die der Engländer Mark Wallinger in einem kreisrunden Umfang von fünf Kilometern und einer Mindesthöhe von 4,5 Metern durch die Stadt hat spannen lassen. Er nimmt damit Bezug auf den Promenadenring von Münster, der ebenfalls fünf Kilometer lang ist, und will damit auch einen Beitrag leisten zum Thema Eingrenzung – Ausgrenzung.

Organisiert hatte die Besichtigungstour Renate Schulze Versmar:

„Eine internationale Großausstellung in dieser Qualität ganz in unserer Nähe lädt zu weiteren Besuchen und Entdeckungen ein", so die stellvertretende Vorsitzende des Kunstkreises Warendorf, die gerne etwas mehr über die einzelnen Kosten der Ausstellung erfahren hätte. „Leider konnte uns die Führerin nur unspezifizierte Gesamtzahlen nennen." Beide Gruppen trafen zum Ausklang im Marktcafé zusammen. Diskussionsstoff war reichlich vorhanden.

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